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PROGRESSIVE RELAXATION (PR) IN PRÄVENTION UND THERAPIE

Leit- und Richtlinien zur Weiterbildung

Das körperliche und psychische Wohlbefinden befindet sich in einem homöostatischen Gleichgewicht von Anspannung und Entspannung. Bei übermäßiger körperlicher und psychischer Anspannung im Lebensalltag eines Menschen wird durch die Progressive Relaxation ein gesundes Gegengewicht erreicht. Das auf die Anspannung und Entspannung der Willkürmuskeln und auf die Wahrnehmung der Kontrastempfindungen orientierte Verfahren dient der Selbstentspannung.
Ziele der Progressiven Relaxation in Prävention und Therapie
Die durch Training und regelmäßig durchgeführte Muskelan- und -entspannungen ausgelösten physiologischen Entspannungsprozesse sowie erlebbaren Körpervorgänge führen zu der erwünschten Entspannung und verändern die Organ- und Körperwahrnehmung. Sie fördern die Fähigkeiten, physiologische, kognitive, emotionale, verhaltensmäßige und vegetativ-hormonelle Funktionen mit überdauernden / anhaltenden Entspannungseffekten selbst zu regulieren.
Die Progressive Relaxation stärkt das Erleben von Entspannung relativ rasch und sensibilisiert die Wahrnehmung von Körperempfindungen. Daher ist sie in der Prävention und in der allgemeinen Gesundheitsvorsorge hoch wirksam. Auch in der Störungs- und Krankheitsbehandlung sowie der Nachsorge hat sie einen unterstützenden Effekt. Die Progressive Relaxation stärkt den ganzen Menschen in seiner Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Ausgeglichenheit, in seiner Gelassenheit und Konzentrationsleistung. Sie trägt auf ökonomische Weise dazu bei, dass der Mensch sein Denken und Handeln, sein Gefühlsleben und seine Wahrnehmungen in Balance halten kann. Größeres Selbstvertrauens und ausgeglichenes Selbstwertgefühl sind ebenso Effekte wie eine erlebbare körperliche und geistige Stressreduktion.

Weitere Ergänzungen zu den inhaltlichen, methodischen und didaktischen Aspekten, zur Qualitätssicherung, zu den Rahmen- und Eingangsbedingungen und Voraussetzungen für die Teilnahme an einem Kurs oder Einzelsitzung AT finden Sie in der ausdruckbaren PDF-Fassung.

RICHTLINIEN ZUR WEITERBILDUNG
von Diplom–Psychologen/innen / Master of Science (M. Sc.) in Psychologie in
- Progressive Relaxation (PR) in Prävention und Therapie –

Voraussetzungen für den Erwerb des Zertifikats „Progressive Relaxation in Prävention und Therapie (BDP)“:

1. Diplom der Psychologie bzw. Master of Science (M. Sc.) in Psychologie mit besonderen Kenntnissen in Psychophysiologie, Psychopathologie, Persönlichkeitspsychologie, Sozialpsychologie, Gruppendynamik, Psychohygiene, Selbsterfahrung, Krisenintervention
2. Weiterbildung in Progressiver Relaxation in Prävention und Therapie (mind. 32 Std., s..u.)
3. Verpflichtung zur Anwendung dieser Richtlinien bei der Durchführung von Progressiver Relaxation
4. Verpflichtung zur ständigen Weiterentwicklung der eigenen therapeutischen Fähigkeiten durch Fortbildung und Supervision bei anerkannten Institutionen.

Hinweise zu den Qualifikationsstufen, Weiterbildungsvoraussetzungen sowie inhaltlichen und zeitlichen Mindestvoraussetzungen der Weiterbildung und zum Antragsverfahren finden Sie in der Zertifizierungsordnung ZOMSE und auf der Homepage www.entspannungsverfahren-bdp.de